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UBS-CEO Sergio Ermotti sagt Blockchain-Technologie große Zukunft voraus

Ist Michael Thomale von Nexus Global ein gewiefter Marketer der Blockchain-Technologie?

Dienstag, 20 November 2018 16:01 geschrieben von 
Michael Thomale mischt bei Nexus Global mit Michael Thomale mischt bei Nexus Global mit Quelle: BAYERN DEPESCHE

London – Michael Thomale ist mal wieder mittendrin! Die Digitalwährung Bitcoin feiert in diesen Tagen ihren zehnten Geburtstag. Unter dem Autorennamen „Satoshi Nakamoto“ wurde vor zehn Jahren ein Papier veröffentlicht, das durch die Schöpfung digitalen Geldes die Freiheit von allen Kontrollen und Vorgaben der Zentralbanken versprach. Dieses Bitcoin-Whitepaper gehört schon jetzt zu den wichtigsten Schriftstücken des 21. Jahrhunderts mit enormen Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben und Finanzwesen. Im November 2008 erschien das Dokument unter dem Titel „Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System“. Auf nur acht Seiten wurden die technischen Grundlagen für die Kryptowährung Bitcoin und die Blockchain-Technologie beschrieben. Das Whitepaper gilt daher als eine Art Gründungsdokument der virtuellen Währungen. Es verbindet mehrere kryptographische Konzepte, um ein dezentrales und autonomes Transaktionssystem für Digitalgeld zu schaffen. Bitcoin-Gründer „Satoshi Nakamoto“ hat mit der Blockchain (englisch für „Blockkette“) ein System zur praktisch unveränderbaren Erfassung von Transaktionen geschaffen, das für die Miner – gemeint sind die „Schürfer“ von Kryptogeld – hochtransparent und manipulationssicher ist.

Die „Zeit“ schreibt zur Blockchain-basierten Erzeugung von Bitcoins: „Grob beschrieben werden alle Transaktionen nacheinander registriert – versucht jemand, an dieser Kette von Datenblöcken herumzudoktern, fällt das sofort auf, weil es viele Kopien gibt. Die Bitcoin-Einheiten werden in komplexen mathematischen Verfahren am Computer generiert. Ihre mögliche Menge ist beschränkt, und je weiter man kommt, desto aufwendiger wird der ‚Schürf‘-Prozess.“ Bitcoin wird mittlerweile von vielen Menschen mit dem Begriff Blockchain gleichgesetzt. Richtig ist, dass es Bitcoins nicht ohne die Blockchain-Technologie geben kann, die Blockchain aber sehr wohl ohne Bitcoins. Weil sie ein einfacher Weg ist, um praktisch jede Art von Transaktion zu verifizieren und abzusichern, wird die Blockchain-Idee mittlerweile auch im Bankwesen und in vielen Industriebranchen auf ihren Nutzwert geprüft. Selbst bei Behörden könnte das Kettensystem Einzug halten, um etwa in Grundbuchämtern die Übertragung von Grundstücken lückenlos dokumentieren zu können.

Seit der Veröffentlichung des Bitcoin-Whitepaper vor einem Jahrzehnt arbeiten zahlreiche Unternehmen daran, neue Blockchain-gestützte Problemlösungen und Produkte anzubieten. Zu diesem Kreis gehört auch die in London ansässige Nexus Global Ltd. & Nexus Global Mining Ltd., die an Kryptowährungen Interessierten den Weg zum Geldverdienen weisen und im Rahmen des Multi-Level-Marketing (MLM) neue Vertriebspartner gewinnen will. Das von Christian Michel Scheibener geführte Unternehmen betreibt auch eine Global Akademie, die Geschäfts- und Vertriebspartnern alles Wissenswerte zu Kryptowährungen vermittelt. Die Informationspakete zum Mining-Prozess gibt es schon ab 25 US-Dollar, und sie bieten den Zugang zur Global Akademie und zur Multiwallet von Nexus Global, die alle Produkte des Netzwerkes umfasst. Zum vielfältigen Produktsortiment gehören neben Online-Education, Online-Gambling und Live Wetten auch Forex-Trading, binäre Optionen, Crypto-Trading, Bitcoin-Mining, Exchange und Initial Public Offering (IPO) für die traditionelle Börse und Initial Coin Offering (ICO) für den neuen Markt der Digitalwährungen. Unternehmensseitig heißt es, man biete „das erste echte Multiwallet der Welt im Bereich des Multi-Level-Marketing an“.

Für Nexus Global ist auch der Kryptowährungs-Fan und Blockchain-Marketingexperte Michael Thomale tätig. Auf der Internetseite des Dienstleisters wird er als CMO und Co-Founder vorgestellt, der über große Erfahrung in den Bereichen Ausbildung, Consulting und Shareholder sowie über besondere Expertise in Fragen des Initial Coin Offering verfüge. Wer sich im sozialen Netzwerk Facebook über Thomale kundig machen will, stößt auf mehrere Profile, die mal eher privater und mal geschäftlicher Natur sind. Man erfährt, dass er sich als „Denkpragmatiker und Headhunter“ versteht und aus Leipzig stammt, aber derzeit in Salzburg lebt. Nach eigenen Angaben ist er nach 25 Jahren in der Finanz- und Versicherungswirtschaft heute als Wirtschafts-Attaché tätig und berät diverse Unternehmen, Investoren und Regierungen. Diese internationalen Kontakte nutzt Thomale zur Popularisierung der Blockchain-Technik. So postete er auf einer seiner Facebook-Seiten zwei Wochen nach der hessischen Landtagswahl vermutlich nur halbironisch: „Ich würde Wahlen nur noch auf der Blockchain ausführen lassen.“ Etwas später schrieb er: „Blockchain-Technologie und Asset-Tokenisierung treiben weltweit eine neue Welle von Innovationen an.“

Sein neuestes Projekt ist die weltweite Bewerbung von Studienmöglichkeiten zu Blockchain und Kryptogeld. Innerhalb eines regulären Studiengangs bietet beispielsweise die amerikanische Elite-Universität Stanford entsprechende Kurse an, während man an der Universität Nikosia auf Zypern direkt ein Fachstudium mit staatlich anerkanntem Abschluss aufnehmen kann. Jüngst ließ Thomale verlautbaren, dass auch Nexus Global bald einen zertifizierten Studiengang zur Blockchain-Technologie anbieten wolle. Damit würde erstmals im deutschsprachigen Raum eine solche Studienmöglichkeit existieren.

Mitte November teilte Thomale bei Facebook mit: „Liebe Partner und Members, ich freue mich Euch mitteilen zu können, dass wir nach langer Projektplanung auf der Zielgeraden sind. Wir werden in Kürze unser Education-Projekt starten und Euch zusätzlich die Möglichkeit geben, in fast allen Bereichen nicht nur eine Ausbildung, sondern auch einen offiziellen Universitätsabschluss zu erhalten. Ein sehr innovativer und anspruchsvoller Bereich wird Blockchain und Digitalisierung sein. Wir haben in diesem Bereich mal ein Research gemacht und in einer Übersicht zusammengestellt, welche Möglichkeiten es aktuell im internationalen Bereich gibt. Dieser Markt wird größere Veränderungen in Gang setzen als das Internet.“

An anderer Stelle beschäftigt sich der Blockchain-Marketer mit „Komfortablem Mining für jedermann“ und betont, dass sich Nexus Global als multinationales MLM-Unternehmen verstehe, für das firmenkulturprägende Persönlichkeiten wichtiger seien als die ständige Profitsteigerung. „Nexus Global unterscheidet sich nicht nur durch die ausgereifte Technik der Multiwallet oder den multiplen Einkommenssträngen von anderen MLM-Unternehmen. Nein, es ist vor allem der Ansatz, Menschen auf der ganzen Welt jenseits kultureller oder standesrechtlicher Unterschiede miteinander zu verbinden und mit Respekt gegenüber jedermann ein ehrliches und transparentes Netzwerk aufzubauen“, erklärte der CMO und Co-Founder von Nexus.

Erst dieser Tage thematisierte Thomale in einem Internet-Blog, dass der Geschäftsführer des Bankenriesen UBS, Sergio Ermotti, der Blockchain-Technologie im Finanzsektor eine große Zukunft voraussagt. Der Schweizer erklärte: „Die Blockchain ist fast ein Must-Have. Technologien werden Ressourcen freimachen und uns so effizienter machen. Die Blockchain ist eine großartige Möglichkeit, die uns erlaubt, Kosten zu reduzieren.“ Diese Aussagen sorgen in der Fachwelt für beträchtliches Aufsehen, weil UBS-CEO Ermotti bislang als Krypto-Skeptiker in Erscheinung getreten ist. Für den umtriebigen Michael Thomale dürfte Ermottis Meinungswandel neues Motivationsfutter sein.

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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Seit Juni 2017 führt sie auch die Redaktion von BAYERN DEPESCHE.

Webseite: https://www.bayern-depesche.de/show/author/54-angela-prokoph-schmitt.html
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