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Ruhetagsarbeit vor allem im Dienstleistungssektor sowie in der Land- und Forstwirtschaft

Fast 27 Prozent der Erwerbstätigen arbeiteten im Jahr 2015 auch sonn- und feiertags

Donnerstag, 13 April 2017 16:46 geschrieben von  Anna-Lena Eggert

München - Im Jahr 2015 gab es in Bayern rund 6,7 Millionen Erwerbstätige, von denen knapp 27 Prozent zumindest gelegentlich auch an Sonn- und Feiertagen arbeiteten. Erwerbstätige Männer gingen zu knapp 28 Prozent und Frauen zu 25 Prozent am Sonntag oder einem Feiertag ihrer Arbeit nach.

Vor allem im öffentlichen und privaten Dienstleistungssektor sowie in der Land- und Forstwirtschaft wurde an Ruhetagen gearbeitet, im Baugewerbe dagegen nur selten. Am häufigsten waren sonn- und feiertags unbezahlt mithelfende Familienangehörige (64 Prozent) aktiv, aber auch gut die Hälfte aller Selbstständigen (rund 51 Prozent) gab an, in dieser Zeit ihrer Arbeit nachzugehen. 
Das teilte das Bayerische Landesamt für Statistik unter Berufung auf die Ergebnisse des Mikrozensus mit. Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der stichprobenartig bei einem Prozent der Bevölkerung Daten erhoben werden.

Zehn Jahre zuvor wurde ähnlich häufig an Sonn- und Feiertagen gearbeitet: Ruhetagsarbeit betraf 2005 etwa 29 Prozent der Männer und 24 Prozent der Frauen. 
Knapp die Hälfte (46 Prozent) der an Sonn- und Feiertagen erwerbstätigen Personen arbeitete 2015 nur gelegentlich an diesen Tagen. Regelmäßig waren knapp 41 Prozent und 13 Prozent sogar ständig arbeitsbedingt im Einsatz.

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