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Ochsenfurt - Sein Anschlag bildete den Auftakt für mehrere Bluttaten von Flüchtlingen, die Deutschland erschüttert und die politische Debatte befeuert haben: Ein offiziell 17-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan attackierte in einem Regionalzug bei Würzburg mehrere Fahrgäste mit einer Axt und einem Messer. Er verletzte dabei fünf Menschen zum Teil lebensgefährlich, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Leipzig – In vielen deutschen Medien wird immer noch das Gerücht verbreitet, bei dem grauenhaften Macheten-Mord von Reutlingen habe es sich um eine Beziehungstat gehandelt. Der Täter, ein bereits polizeibekannter 21-jähriger syrischer Asylbewerber, sei mit seiner Lebensgefährtin, einer 45 Jahre alte Polin, am Sonntagnachmittag an deren Arbeitsplatz, einem Döner-Imbiss, in Streit geraten und habe sie dann mit einem Dönermesser, nicht mit einer Machete, niedergemetzelt.

Simbach am Inn/München - Massive Niederschläge haben in Niederbayern zu teils massiven Überschwemmungen geführt. In den Landkreisen Rottal-Inn und Passau wurde Katastrophenalarm ausgelöst. Besonders betroffen ist der Landkreis Rottal-Inn, wo bislang fünf Menschen in den Fluten umkamen und noch vier Personen vermisst werden.

Nürnberg - Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will noch mehr Polizistinnen und Polizisten ausländischer Herkunft für den bayerischen Polizeidienst gewinnen. Das erklärte er jetzt in einer Pressekonferenz in Nürnberg, wo er drei Polizeibeamte mit deutscher Staatsangehörigkeit und ausländischen Wurzeln sowie zwei Beamte mit ausländischer Staatsangehörigkeit vorstellte.

München - Die bayerische Polizei ist chronisch unterbesetzt. Das geht nach Auffassung der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag aus einer Antwort des bayerischen Innenministeriums auf eine Anfrage der Abgeordneten Inge Aures hervor. Demnach fehlten zum 1. Februar 2016 exakt 2.472 Vollzeit-Beamte gegenüber der eigentlichen Sollstärke der bayerischen Landespolizei. Die vorgesehene Sollstärke beträgt 27.386, die verfügbare Personalstärke aber nur 24.914, wie Aures den Zahlen des Ministeriums entnommen hat.

München - Wie Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä am Donnerstag mitteilte, haben die 6.000 Polizisten seines Dienstbereiches im letzten Jahr ungefähr 500.000 Überstunden geleistet. Andrä begründet das mit den außergewöhnlichen Sicherheitsmaßnahmen vor und während des G7-Gipfels in Bayern und den vielen Asylbewerbern, die im letzten Jahr in München ankamen. Im Jahr 2016 werde die Terrorabwehr eine noch größere Herausforderung als im vergangenen Jahr sein, so Andrä. Der Polizeipräsident hält München trotz der hohen Anforderungen für die sicherste Millionenstadt Deutschlands.

Würzburg - Bis Ende 2016 wird in der Würzburger Innenstadt die größte Polizeiinspektion Bayerns entstehen. Jetzt war das Richtfest für die Sanierung und Erweiterung der Polizeiinspektion Ost in der Augustinerstraße, an der seit November 2012 gebaut wird. Baudirektor Hartmut Schmitt begrüßte als stellvertretender Leiter des staatlichen Hochbauamtes die versammelte Lokalprominenz und verwies auf die exponierte Lage der neuen Polizeiinspektion Würzburg-Stadt: „Wenn man in Würzburg zehn Menschen fragt, wo das Polizeipräsidium ist, erhält man neunmal die Antwort: in der Augustinerstraße.“ Gerhard Kallert, der Präsident des Polizeipräsidiums Unterfranken, lobte ebenfalls die zentrale Lage: „Es ist in meinen Augen ein großer Vorteil, an zentraler Stelle im Stadtgebiet zu verbleiben und nicht in das Randgebiet von Würzburg zu wechseln. Dies garantiert den Bürgern eine hervorragende Erreichbarkeit sowie unseren Kolleginnen und Kollegen kurze Anfahrtswege in alle Stadtteile, was dann wieder erheblich zum Sicherheitsgefühl der Bevölkerung beitragen wird.“ Zufrieden, dass bereits zwei Drittel der veranschlagten Bauzeit verstrichen sei und man mit dem Richtfesttermin „ausgezeichnet im Zeitplan“ liege, zeigte sich Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium.

 

München - Die Veröffentlichung des offenen Briefes eines bayerischen Polizisten durch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befeuert die Debatte um den ungebremsten Asylanten-Zustrom. In dem Brief, der einem Hilferuf an die Regierenden gleicht, spricht der Beamte von einer Überforderung der Polizei und chaotischen Arbeitsverhältnissen durch die Politik der offenen Grenzen. Bayern rechnet für das Jahr 2015 mittlerweile mit 120.000 neuen Asylantragstellern.

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