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Greding - Der Parteitag der AfD Bayern in Greding hat mit einer großen Mehrheit von über 90% der Stimmen einen Antrag abgeschmettert, den Landesvorsitzenden Petr Bystron vom Listenplatz vier der Bundestagsliste abzuwählen. Der Präsident der Deutsch-Slowakischen Wirtschaftskammer Paul Podolay wurde auf Listenplatz 10 gewählt.

München - Der bayerische AfD-Landessprecher Petr Bystron wehrt sich vor Gericht gegen die Beobachtung durch den Landes-Verfassungsschutz. Gegen den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann klagt Bystron auf Unterlassung der Beobachtung und wirft dem CSU-Politiker „Amtsmissbrauch“ vor.

Greding - Am vorletzten Wochenende hatte die bayerische AfD auf ihrem Parteitag im mittelfränkischen Greding damit begonnen, ihre Landesliste für die Bundestagswahl aufzustellen. Dabei wählten die über 450 versammelten Mitglieder Martin Hebner zum AfD-Spitzenkandidaten im Freistaat. Auf Platz zwei folgt der bekannte Wirtschaftspublizist Peter Boehringer. Der 47-jährige Gold- und Finanzexperte tritt im Wahlkreis Amberg-Neumarkt auch als Direktkandidat an. Platz drei der Landesliste belegt Corinna Miazga aus Niederbayern. Die 33-Jährige ist Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Straubing-Bogen/Regen und beruflich in der Automobilindustrie tätig.

Greding - Die AfD ist immer für eine Überraschung gut. So wählten die bayerischen Mitglieder der AfD am Sonntag in Greding auf der Aufstellungsversammlung zum Deutschen Bundestag ihre ersten drei Spitzenkandidaten. Landeschef Petr Bystron, der für den 1. Listenplatz antrat, erlitt eine herbe Niederlage. Es waren zwei weitere Bewerber, die Bystron herausforderten. Der eine Herausforderer erhielt nur 10 Stimmen. Martin Hebner, der Starnberger AfD-Kreisvorsitzende, hingegen gewann die Kampfabstimmung mit 243 Stimmen vor Petr Bystron mit 190 Stimmen.

Montag, 27 März 2017 23:30

Die AfD Bayern kastriert sich selbst.

in Politik

München: Schock bei den Anhängern der AfD in Bayern: Der beliebte Landesvorsitzende Petr Bystron wurde am Sonntag bei der Listenaufstellung zum Bundestag nicht auf Platz eins der Landesliste gewählt. Stattdessen soll nun als Spitzenkandidat der Partei der bis dahin völlig unbekannte Schriftführer des Landesvorstandes Martin Hebner die Partei in den Wahlkampf führen. Das könnte für die Partei verheerende Folgen haben. Entsprechend frohlockt die Süddeutsche: „AfD düpiert Parteichef“.

Berlin - In einem am Sonntag veröffentlichten Schreiben an alle AfD-Mitglieder und -Förderer haben die Landesvorsitzenden der Partei ein Ende der Personalstreitigkeiten verkündet. Angesichts der scharfen innerparteilichen Diskussionen und sinkenden Umfragewerte gibt man sich selbstkritisch: „Damit haben wir uns von unserer eigentlichen historischen Aufgabe, dem politischen Gegner entschlossen und gemeinsam die Stirn zu bieten und glaubwürdige Politik für unser Vaterland zu gestalten, ein Stück entfernt.“

München - Hohe Wellen schlug unser Beitrag vom Vortag über die Teilung des Kreisverbands der AfD Nürnberg und über die Bundestagskandidatin Elena Roon bei der AfD Bayern (http://www.bayern-depesche.de/politik/petr-bystron-geht-mit-elena-roon-und-dem-afd-kreisverband-nürnberg-süd-einen-gefährlichen-weg.html). Da wir darin den AfD-Landesverband Bayern kritisierten, war es uns selbstverständlich heute auch wichtig, den AfD-Landesvorsitzenden Petr Bystron für eine Stellungnahme zu gewinnen. So telefonierten Petr Bystron und BAYERN DEPESCHE-Redakteur Josef Mühlbauer ausführlich am Vormittag.

Nürnberg - Bei der AfD mehren sich die Auffälligkeiten, wenn es um Fragen der innerparteilichen Demokratie und der korrekten Abhaltung von Wahlversammlungen geht. So fordern Juristen, unter anderem der namhafte Düsseldorfer Parteienrechtsexperte Martin Morlok, Neuwahlen in Sachsen, weil Frauke Petry das gewählte AfD-Mitglied Arvid Samtleben einfach von der Landtagswahlliste streichen ließ und dieser heute eigentlich sächsischer Landtagsabgeordneter wäre.

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Redaktion