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Würzburg - Nach ihrem vor allem den Medien zu verdankenden Aufstieg in den Jahren 2011 und 2012 ist die Piratenpartei nach zahlreichen Skandalen, Streitigkeiten und Austrittswellen fast in der politischen Bedeutungslosigkeit versunken. Obwohl die Partei noch in den Landesparlamenten Berlins, Schleswig-Holsteins, Nordrhein-Westfalens und des Saarlandes vertreten ist und über einen entsprechend großen hauptamtlichen Apparat von Landtagsabgeordneten, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Wahlkreispersonal verfügt, hört man von ihr auch zu den selbsterklärten Kernthemen wie Netzfreiheit und Datenschutz kaum noch etwas. Selbst die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden über die Überwachungs- und Spionagepraktiken des US-Geheimdienstes NSA gegen deutsche Institutionen konnten oder wollten die Piraten nicht nutzen, um sich als geheimdienstkritische Datenschutzpartei zu profilieren.

München - Nach seinem Ausscheiden aus der Berufspolitik im Jahr 2013 beackert der bayerische Sozialdemokrat Franz Maget mit Vorliebe den „vorpolitischen Raum“ und versucht so für seine Partei gesellschaftspolitische Bündnispartner zu gewinnen. Der Oberbayer gehörte 13 Jahre lang dem bayerischen Landtag an und lenkte in den Jahren von 2000 bis 2009 die Geschicke der kleinen SPD-Landtagsfraktion. In der Eigenschaft als Fraktionschef führte er seine Partei 2003 und 2008 in die Landtagswahlen, die mit desaströsen Ergebnissen für die SPD endeten. 2009 gab Maget den SPD-Fraktionsvorsitz ab und wurde im selben Jahr noch zum Vize-Präsidenten des Landtages gewählt. Im Oktober 2013 schied er aus dem Landtag aus.

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