bayern-depesche.de

München - Im Jahr 2015 wurden deutschlandweit 64.371 Polizeibeamte im Dienst Opfer einer Straftat. Das waren über 5.300 Straftaten mehr als im Jahr 2013. Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums wurden 2015 alleine im Freistaat knapp 15.000 Polizisten angegriffen. Rund 41 Prozent der Vorfälle waren Beleidigungen, 30 Prozent Körperverletzungsdelikte und 19 Prozent Widerstände gegen Polizeivollzugsbeamte.

München - In den letzten Wochen verdichteten sich die Hinweise, jetzt ist es parteioffiziell: Horst Seehofer verschiebt seinen politischen Ruhestand und will doch über das Jahr 2018 hinaus CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident bleiben. Vor der Landtagswahl 2013 hatte er noch erklärt, seine politische Laufbahn im Jahr 2018 zu beenden.

München - Während Politiker immer beteuern, es gehe nur um Verkehrserziehung, halten viele Bürger den „Blitzmarathon“ für Schikane, um Geld in die Kassen der öffentlichen Hand zu spülen. Vom 19. bis zum 20. April war es auch in Bayern wieder soweit: insgesamt 1.900 Polizisten sowie mehr als 50 Messtechniker der Gemeinden und Zweckverbände der kommunalen Verkehrsüberwachung kontrollierten an mehr als 1.900 Messstellen die Geschwindigkeit der Autofahrer.

München - Die Ausländerkriminalität ist 2016 in Bayern deutlich gestiegen, obwohl die Zahl der Straftaten insgesamt nur moderat zunahm. Gleichzeitig konnte die bayerische Polizei ihre bundesweit vergleichsweise hohe Aufklärungsquote weiter verbessern.Das sind die Kernpunkte der bayerischen Kriminalstatistik 2016, die Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) jüngst vorstellte.

Traunstein - Schon kurz nach dem schweren Zugunglück in Bad Aibling am 9. Februar 2016 mit 12 Toten und fast 90 Verletzten geriet der zuständige Fahrdienstleiter ins Visier der Ermittler. Nach Angaben des Leitenden Traunsteiner Oberstaatsanwaltes Wolfgang Giese war dessen Fehlverhalten für den Frontalzusammenstoß zweier Regionalzüge auf der Strecke von Holzkirchen nach Rosenheim verantwortlich.

Ochsenfurt - Sein Anschlag bildete den Auftakt für mehrere Bluttaten von Flüchtlingen, die Deutschland erschüttert und die politische Debatte befeuert haben: Ein offiziell 17-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan attackierte in einem Regionalzug bei Würzburg mehrere Fahrgäste mit einer Axt und einem Messer. Er verletzte dabei fünf Menschen zum Teil lebensgefährlich, bevor er von der Polizei erschossen wurde.

Nürnberg - Die Innenminister Bayerns und Tschechiens, Joachim Herrmann (CSU) und Milan Chovanec, haben in Nürnberg eine Absichtserklärung zur Bekämpfung grenzüberschreitender Kriminalität unterzeichnet. Vorrangig geht es um eine bessere Behörden-Zusammenarbeit gegen den Schmuggel und Verkauf der synthetischen Droge Crystal, aber auch um Wohnungseinbrüche und Autodiebstähle in der Grenzregion. Die tschechische Seite will verstärkt gegen die Drogenlabore auf ihrem Staatsgebiet vorgehen und Händlerringe und Schmugglerrouten aufdecken. Der Informationsaustausch zwischen deutschen und tschechischen Behörden soll beschleunigt und der Sprachunterricht für Polizisten beider Seiten verbessert werden.

Redaktion