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Berlin - Am Tag nach der Bundestagswahl 2017 inszenieren viele Medien die sichere erneute Kanzlerschaft von Angela Merkel (CDU). Nachdem die SPD um Martin Schulz und Thomas Oppermann die Reissleine zog und Flucht vor der ewigen Merkel einer die SPD maginalisierenden Regierungsbeteiligung vorzog, soll nun eben Schwarz-Grün möglich werden - mit etwas Beteiligung der FDP. "Jamaica is calling" formulierten es bereits Spötter auf Facebook. Und sicher plant man auch so bei der CDU.

Montag, 25 September 2017 18:04

Deutschland hat gewählt

in Politik

Berlin - Auch wenn die Regierungsparteien gegenüber den Umfragen noch etwas verloren haben, kann das Ergebnis eigentlich nur wenige überraschen: Martin Schulz (SPD) war offensichtlich für mehr als dreiviertel der 61,5 Millionen Wahlberechtigten keine Alternative! Nur wenige (33%) empfanden ihn im Vorfeld als vertrauenswürdig und noch weniger trautem ihm zu, die Probleme des Landes in den Griff zu bekommen.

Berlin - Angela Merkel ist in aller Munde. Die ewige Bundeskanzlerin könne am Sonntag bei der Bundestagswahl nur bestätigt werden. Recht einseitig überschlagen sich die Medien. An den Kanzlerkandidaten Martin Schulz und dessen SPD glaubt keiner mehr. Jeder "Schulz-Effekt" ist weg. Über einen "Schulz-Defekt" wird gewitzelt.

Berlin - Ein Jahr nach Angela Merkels Entscheidung, die deutschen Grenzen unter Suspendierung des Asylrechts und der Dublin-Verordnungen der EU für die Massenzuwanderung Asylsuchender zu öffnen, hat sich das Land in vielerlei Hinsicht verändert. Dazu gehört nicht nur die sichtbare Zunahme nichteuropäischer Migranten, sondern auch die politische Stimmung. Die Umfragewerte der Bundeskanzlerin und ihrer Partei sind im Vorjahresvergleich deutlich gesunken, während die AfD trotz personeller Querelen von einem Wahlerfolg zum nächsten eilt.

Berlin - Bisher hatten zwei Grünen-Politiker ihren Anspruch auf die Spitzenkandidatur ihrer Partei zur Bundestagswahl 2017 angemeldet: die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, sowie der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck. Nun hat auch der Bundestagsfraktionsvorsitzende Anton Hofreiter angekündigt, Spitzenkandidat der kleinsten Oppositionspartei im Bundestag werden zu wollen. Hofreiter sagte: „Ja, ich möchte kandidieren. Wenn es so weit ist, werde ich offiziell meine Bewerbung für die Urwahl einreichen.“ Robert Habeck kommentierte diese Erweiterung des Bewerberfeldes mit den dürren Worten: „Willkommen im Club“. Es wird erwartet, dass auch noch Parteichef Cem Özdemir seinen Hut in den Ring wirft.

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer macht sich für eine erneute Kanzlerkandidatur Angela Merkels (CDU) im Jahr 2017 stark. „Wenn wir die Wahl gewinnen wollen, dann nur mit ihr als Kandidatin“, erklärte der CSU-Vorsitzende dieser Tage und lobt Merkels Einsatz in der endlosen Euro-Krise. Sie habe „die Dinge wieder zusammengeführt“, als „Europa fast schon zerbröselt“ am Boden lag. „Das hat mich beeindruckt“, so Seehofer.

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