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Greding - Am vorletzten Wochenende hatte die bayerische AfD auf ihrem Parteitag im mittelfränkischen Greding damit begonnen, ihre Landesliste für die Bundestagswahl aufzustellen. Dabei wählten die über 450 versammelten Mitglieder Martin Hebner zum AfD-Spitzenkandidaten im Freistaat. Auf Platz zwei folgt der bekannte Wirtschaftspublizist Peter Boehringer. Der 47-jährige Gold- und Finanzexperte tritt im Wahlkreis Amberg-Neumarkt auch als Direktkandidat an. Platz drei der Landesliste belegt Corinna Miazga aus Niederbayern. Die 33-Jährige ist Vorsitzende des AfD-Kreisverbandes Straubing-Bogen/Regen und beruflich in der Automobilindustrie tätig.

Berlin - In einem am Sonntag veröffentlichten Schreiben an alle AfD-Mitglieder und -Förderer haben die Landesvorsitzenden der Partei ein Ende der Personalstreitigkeiten verkündet. Angesichts der scharfen innerparteilichen Diskussionen und sinkenden Umfragewerte gibt man sich selbstkritisch: „Damit haben wir uns von unserer eigentlichen historischen Aufgabe, dem politischen Gegner entschlossen und gemeinsam die Stirn zu bieten und glaubwürdige Politik für unser Vaterland zu gestalten, ein Stück entfernt.“

Nürnberg - Neuerliche Umfragewerte lassen vermuten, dass die Wählergunst der AfD schwindet. In der AfD selbst geht die Frage um, woran dieser Abwärtstrend in den Umfragewerten liegen kann. Einige sehen in der Dresdner Rede des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke die Ursache für die schwindende Wählergunst. Andere wollen durch die Umfragewerte belegen, dass erst durch das Auftreten des SPD Kanzlerkandidaten Martin Schulz die AfD in der Wählergunst verloren hat.

Dresden - Pegida wird womöglich eine Partei. Lutz Bachmann verkündete auf dem montäglichen Pegida-Treffen in Dresden die Gründung einer neuen Partei mit dem Namen "Freiheitliche Direktdemokratische Volkspartei", kurz "FDDV". Diese Partei konkurriere nicht mit der AfD, sondern solle die AfD als verlängerter Arm der Pegida im Bundestagswahlkampf unterstützen.

München - Einer banalen Lebensweisheit zu folgen, verhindert im politischen Tagesgeschäft manchmal verheerende Ergebnisse. Gerade bei brisanten Themen mag es besser sein zu schweigen und die berühmte "eine Nacht darüber zu schlafen", statt Unpassendes, Unüberlegtes oder Überflüssiges zu sagen.

Leipzig – Der Journalist und Chefredakteur des Polit-Magazins „Compact“, Jürgen Elsässer, hat in einer auf der Internetseite seiner Zeitschrift (www.compact-online.de) veröffentlichten Erklärung an die Führungsriege der Alternative für Deutschland (AfD) appelliert, die Einheit der Partei zu wahren. Elsässer, der zu den publizistischen Unterstützern der AfD gezählt wird, rief die Verantwortlichen dazu auf, ihre Differenzen intern zu klären, „nicht unter Druck des politischen Gegners, nicht unter Druck von außen“.

Stuttgart – Der Machtkampf in der AfD zwischen den beiden Co-Bundesvorsitzenden Jörg Meuthen und Frauke Petry eskaliert. Wie Meuthen am Mittwoch in einer Pressemitteilung erklärte, sieht er den Bruch seiner Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg nach dem Rückzug des umstrittenen Abgeordneten Wolfgang Gedeon nicht als abgewendet an. „Entgegen anderslautenden Meldungen wurde die Spaltung der AfD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg nicht abgewendet. Daran ändert auch der verspätete Rückzug von Wolfgang Gedeon nichts“, so Meuthen, der am Dienstag mit zwölf weiteren Abgeordneten aus der AfD-Fraktion ausgetreten war.

Stuttgart - Der Streit um den baden-württembergischen AfD-Abgeordneten Dr. Wolfgang Gedeon (Jahrgang 1947) entpuppt sich als Machtkampf in der AfD. Gedeon, der neben medizinischen Büchern ein Buch 2009 über die Christlich-europäische Leitkultur in drei Bänden und über den „grüne Kommunismus und die Diktatur der Minderheiten“ verfasst hat, wird vorgeworfen, dass diese beiden Bücher antisemitische Textstellen enthielten.

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