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Berlin - Corinna Miazga ist eigentlich eine gebürtige Norddeutsche. Im Raum Oldenburg wuchs Corinna auf. Erst das Studium und die Liebe ließen sie später ins niederbayerische Straubing wechseln. Dort hat sie Wurzeln gefunden.Sie gilt seit Anbeginn der AfD als besonders eigenwillig und kampfstark. Schon ein Bernd Lucke, in der Öffentlichkeit fast vergessener Ex-Sprecher der AfD, konnte der Kampfbereitschaft Miazgas für die "Werte der AfD" einzutreten, auf Dauer nichts entgegen setzen. Lucke ist längst Geschichte. Corinna Miazga stieg auf.

München - Da wollte wohl jemand ganz dringend Pluspunkte bei seinem Dienstherrn sammeln: Peter Pytlik, Vize-Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Bayern, hat mit seinem Frontalangriff auf den AfD-Landesvorsitzenden Petr Bystron ein Eigentor geschossen. Oder – wie er es ausdrücken würde – sich selbst einen „Bärendienst“ erwiesen.

Greding - Der Parteitag der AfD Bayern in Greding hat mit einer großen Mehrheit von über 90% der Stimmen einen Antrag abgeschmettert, den Landesvorsitzenden Petr Bystron vom Listenplatz vier der Bundestagsliste abzuwählen. Der Präsident der Deutsch-Slowakischen Wirtschaftskammer Paul Podolay wurde auf Listenplatz 10 gewählt.

Greding - Die AfD ist immer für eine Überraschung gut. So wählten die bayerischen Mitglieder der AfD am Sonntag in Greding auf der Aufstellungsversammlung zum Deutschen Bundestag ihre ersten drei Spitzenkandidaten. Landeschef Petr Bystron, der für den 1. Listenplatz antrat, erlitt eine herbe Niederlage. Es waren zwei weitere Bewerber, die Bystron herausforderten. Der eine Herausforderer erhielt nur 10 Stimmen. Martin Hebner, der Starnberger AfD-Kreisvorsitzende, hingegen gewann die Kampfabstimmung mit 243 Stimmen vor Petr Bystron mit 190 Stimmen.

Montag, 27 März 2017 23:30

Die AfD Bayern kastriert sich selbst.

in Politik

München: Schock bei den Anhängern der AfD in Bayern: Der beliebte Landesvorsitzende Petr Bystron wurde am Sonntag bei der Listenaufstellung zum Bundestag nicht auf Platz eins der Landesliste gewählt. Stattdessen soll nun als Spitzenkandidat der Partei der bis dahin völlig unbekannte Schriftführer des Landesvorstandes Martin Hebner die Partei in den Wahlkampf führen. Das könnte für die Partei verheerende Folgen haben. Entsprechend frohlockt die Süddeutsche: „AfD düpiert Parteichef“.

München - Hohe Wellen schlug unser Beitrag vom Vortag über die Teilung des Kreisverbands der AfD Nürnberg und über die Bundestagskandidatin Elena Roon bei der AfD Bayern (http://www.bayern-depesche.de/politik/petr-bystron-geht-mit-elena-roon-und-dem-afd-kreisverband-nürnberg-süd-einen-gefährlichen-weg.html). Da wir darin den AfD-Landesverband Bayern kritisierten, war es uns selbstverständlich heute auch wichtig, den AfD-Landesvorsitzenden Petr Bystron für eine Stellungnahme zu gewinnen. So telefonierten Petr Bystron und BAYERN DEPESCHE-Redakteur Josef Mühlbauer ausführlich am Vormittag.

München - Der bayerische AfD-Vorsitzende und einer der schärfsten Kritiker des EU-Beitritts der Türkei Petr Bystron fordert in einer Presseerklärung die Bundesregierung auf, den vom türkischen Präsidenten Erdogan verfolgten Eliten des Landes Asyl in Deutschland anzubieten. „Im Austausch für 3.000 Hochschullehrer, hohe Staatsbeamte, Journalisten und Lehrer“ sollen im Rahmen des Türkei-Deals 3.000 abgelehnte Asylbewerber zurück in die Türkei wandern.

München - Der Landesverband Bayern der Alternative für Deutschland (AfD) taumelt infolge der Personalentscheidungen des letzten AfD-Bundesparteitages immer tiefer in die Krise und befindet sich teilweise in Auflösung. Schon vor dem turbulenten Parteitag in Essen hatte die bayerische AfD Mitgliederverluste und die Arbeitsunfähigkeit mehrerer Kreisverbände zu beklagen. „Aus Irritationen über die Streitereien“ der letzten Zeit haben nach Angaben von AfD-Pressesprecherin Brigitte Stöhr bereits vor dem Parteitag 140 Mitglieder den Landesverband verlassen. Laut Stöhr sind mehrere Kreisverbände in den Bezirken Oberfranken und Oberpfalz regelrecht handlungsunfähig, und auch die AfD im Großraum München ist nicht kampagnenfähig. Die Pressesprecherin muss einräumen, dass auf Bezirksebene ganze Parteistrukturen wegbrechen: „Der Bezirksvorstand Mittelfranken ist vor einigen Tagen geschlossen zurückgetreten, die Bezirksvorstände Oberbayern und Oberpfalz sind angeschlagen und werden sich neu aufstellen müssen.“ Kritisch ist die Lage auch in der zerstrittenen unterfränkischen AfD, und in Schwaben macht der Partei der bevorstehende Austritt von zwei der vier Augsburger Stadträte zu schaffen.

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