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Freistaat Bayern baut in Abensberg staatliche Wohnanlage für drei Millionen Euro

Zwei Drittel der neuen Sozialwohnungen in Abensberg bekommen Asylanten und Deutsche den Rest

Montag, 29 Mai 2017 16:25 geschrieben von  Ralph Eichert
Zwei Drittel der neuen Sozialwohnungen in Abensberg bekommen Asylanten und Deutsche den Rest Bildquelle: PIXABAY.COM

Abensberg - Beim Spatenstich für 13 Wohnungen in Abensberg teilte Baustaatssekretär Gerhard Eck (CSU) mit, dass der Freistaat in der niederbayerischen Gemeinde drei Millionen Euro in die staatliche Wohnanlage investieren wird. „Kein anderes Bundesland engagiert sich auf diese Weise, indem es selbst Wohnraum für Flüchtlinge und Einheimische mit niedrigem Einkommen errichtet und anschließend auch verwaltet“, erklärte Eck. Gemeinsam mit Rainer Haselbeck, dem Regierungspräsidenten von Niederbayern, und Bürgermeister Uwe Brandl feierte Eck am Montag den Baustart des Projektes.

Dank eines Sofortprogramms im Rahmen des „Wohnungspaktes Bayern“ entstehen derzeit bayernweit für rund 100 Millionen Euro fast 700 Wohnungen in 44 Einzelprojekten.

An der Traubenstraße gegenüber dem Abensberger Bahnhof werden derzeit vier freistehende zwei- beziehungsweise dreigeschossige Gebäude gebaut, deren Fertigstellung für Anfang 2018 geplant ist. Wie das bayerische Innenministerium mitteilte, stehen die Wohnungen in erster Linie „anerkannten Flüchtlingen“ zur Verfügung. Nur ein Drittel der Sozialwohnungen soll an „Einheimische mit niedrigem Einkommen“ vergeben werden.

Anerkannte Asylbewerber dürfen sich in Deutschland nach einer kurzen Wartefrist um einen Arbeitsplatz bewerben. Wenn sie nicht arbeiten wollen oder keine Arbeit finden, sind sie automatisch Hartz-IV-berechtigt. In vielen Fällen wird somit die öffentliche Hand die Mietkosten für die in die Abensberger Wohnanlage einziehenden Asylbewerber übernehmen.

Der „Wohnungspakt Bayern“ wurde 2015 von der bayerischen Staatsregierung beschlossen und soll zeitnah für preisgünstigen Wohnraum sorgen. Bis 2019 entstehen im Freistaat 28.000 neue staatlich finanzierte oder geförderte Mietwohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund 2,6 Milliarden Euro. Der Wohnungspakt setzt sich aus einem staatlichen Sofortprogramm, einem kommunalen Förderprogramm und dem Ausbau der allgemeinen Wohnungsbauförderung zusammen.

Letzte Änderung am Montag, 29 Mai 2017 16:43
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