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Möglichkeiten zur Befüllung mitgebrachter Becher sollen verbessert werden

Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) will Flut an Coffee-to-go-Bechern eindämmen

Donnerstag, 09 März 2017 22:05 geschrieben von  Axel Frohmeier
Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) will Flut an Coffee-to-go-Bechern eindämmen Quelle: BAYERN DEPESCHE

München - Den schnellen Kaffee auf dem Weg zur Arbeit oder beim Einkaufsbummel in einem Einwegbecher zu trinken, verursacht in den Städten eine wahre Becherflut. Jährlich verbrauchen die Deutschen fast drei Milliarden Coffee-to-go-Becher und verursachen damit einen immer weiter steigenden Rohstoffverbrauch. Für die Becher wird Holz und für die Beschichtung Rohöl verarbeitet. Für die Herstellung der Plastikdeckel werden neben Pappe auch große Mengen an Kunststoff benötigt.

Um Alltagsmüll wie Coffee-to-go-Becher zu reduzieren, hat das bayerische Umweltministerium am 8. März einen weiteren Runden Tisch eingerichtet. Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) sagte hierzu: „Wir müssen die Spirale beim Konsummüll durchbrechen. Ein nachhaltiger und schonender Umgang mit wertvollen Rohstoffen muss im täglichen Leben zur Selbstverständlichkeit werden. Unser Ziel ist es deshalb, den Verbrauch von Einwegbechern dauerhaft zu senken.“

Ende 2016 hatte das bayerische Umweltministerium in einer ersten Gesprächsrunde das Fundament für ein „Bündnis gegen die Becherflut“ gelegt. Eingeladen waren Vertreter der großen Bäckereien, der Systemgastronomie, der Deutschen Bahn, der DEHOGA, der HDE sowie der bayerischen Kommunen.

Mit der zweiten Sitzung des Runden Tisches wurden die Gespräche zwischen Umweltministerium und Vertretern aus Wirtschaft, Verbänden und Kommunen fortgesetzt und erste konkrete Maßnahmen vorgestellt.Dabei ging es beispielsweise um die Entwicklung von Praxishilfen für Bäckereien und die Systemgastronomie zur Befüllung mitgebrachter Becher. Ab sofort gibt es auf der Internetseite des Umweltministeriums auch eine interaktive Karte, die bayernweit Cafés zeigt, bei denen Kaffee umweltfreundlich in selbst mitgebrachte Becher abgefüllt wird.

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Redaktion