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Münchens CSU-Bürgermeister will noch hoch hinaus

Seppi Schmids (CSU) Flucht in den Landtag

Mittwoch, 01 November 2017 05:00 geschrieben von  Maria Huber
Seppi Schmids (CSU) Flucht in den Landtag Quelle: Screenshot vom 01.11.2017 - http://www.josef-schmid.de

München - Die bunte Vita des schwarzen Münchner Bürgermeisters Josef „Seppi“ Schmid ist nun um eine Facette reicher: Der ewige Zweite in der bayerischen Landeshauptstadt will jetzt sein Glück auf einer höheren Ebene versuchen, nämlich demnächst im Landtag. Dabei ist typisch für dessen geistiges Tagelöhnertum – man erinnere sich an die peinliche Ankündigung des Politikers einer vorgeblich christlichen Partei im Schwulen- und Lesbierinnen-Magazin OURMunich, im Falle seiner Wahl zum Münchner Oberbürgermeister beim Christopher-Street-Day (CSD) die bunte Parade anzuführen, oder an seinen Kuschelkurs mit dem Imam Bünyamin Idriz samt Unterstützung eines dubiosen Islamzentrums in München –, dass er stets sein Mäntelchen nach dem Wind hängt.

Brachte Schmid früher kein kritisches Wort über Parteichef Horst Seehofer über die Lippen, wagt er jetzt, wo der schwarze Landesvater nach dem AfD-Erfolg in Bayern angezählt ist, plötzlich Seitenhiebe gegen den Ministerpräsidenten. Das politische Auslaufmodell scheint zu merken, dass bei den Kommunalwahlen 2020 mit der CSU in München nicht mehr viel zu holen ist, und zieht die Reißleine. Es ist demokratiepolitisch höchst bedenklich, wenn sich Schmid unter fadenscheiniger Berufung auf Mitglieder des eigenen Kreisverbandes wie Sauerbier als Landtagskandidat selbst anpreist. So etwas stieß nun sogar CSU-Mitgliedern an der Basis sauer auf, so dass sie Schmid empörte Briefe schrieben.

Für Hohn sorg Schmidts Versuch bei der AfD. Bayerns Bayern-Chef Bystron belächelt das Manöver von Schmidt auf Anfrage der Bayern Depeche: „Sieht so die angekündigte Erneuerung und Rückbesinnung der Christsozialen auf ihre alten Werte aus?“.  AfD-Vorsitzender in Oberbayern, Franz Bergmüller sieht sich angesichts des Falles Schmid in seinem Vorwurf des Opportunismus und der inhaltlichen Beliebigkeit der CSU wieder einmal bestätigt und macht das Verhalten des CSU-Bürgermeisters aus: „Ein Landtagskandidat Schmid mit seiner zeitgeistigen Ausrichtung wäre der beste Wahlhelfer der AfD!“ Bergmüller sieht aber auch den ernsten Aspekt der Angelegenheit -das Postenschacher bei Seehofers Truppe: „Es muss ein Ende haben, dass die CSUler die Posten sozusagen ohne den Wähler verteilen! Diese Arroganz der Macht muss aufhören!“

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