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"Die Apartheid lebt“

Petr Bystron (AfD) besucht Südafrika

Donnerstag, 30 August 2018 19:13 geschrieben von 
Petr Bystron mit der Südafrikanischen Nationalratsprecherin Baleka Mbete Petr Bystron mit der Südafrikanischen Nationalratsprecherin Baleka Mbete Quelle: Petr Bystron

Kapstadt - Der AfD-Obmann im Auswärtigen Ausschuss des Deutschen Bundestages Petr Bystron besucht derzeit Südafrika um sich vor Ort von den Menschenrechtsverletzungen an den weißen Farmern zu überzeugen.

„Die Buren leben seit 1651 auf dem Gebiet des heutigen Südafrikas - länger als die meisten schwarzen Volksgruppen. Die größten Volksgruppen, die Zulus und Xhosa, sind in dieses Gebiet ebenfalls eingewandert, allerdings später als die Buren. Dennoch spricht die ANC-Regierung davon, dass die europäischen Siedler das Land irgendwem ‚weggenommen’ hätten“, so Bystron. Im August hat die Regierung mit entschädigungslosen Enteignungen von weißen Farmen begonnen, obwohl sie weiß, dass 95% dieser Enteignungen im Ruin enden.

„Die Politik des ANC besteht darin, den Weißen alles wegzunehmen und in die eigene Tasche zu stecken. Die rassistische Apartheid-Politik existiert heute weiter, nur eben mit umgekehrten Vorzeichen. Es gibt heute in Südafrika sieben Mal so viele Rassengesetze wie unter der Apartheid, 114 statt 17. Dafür zahlte Deutschland letztes Jahr 314,5 Millionen Euro Entwicklungshilfe. Das kann nicht sein“, erklärte Bystron.

Viele gutmeinende Menschen in Europa haben den „Freiheitskampf“ der ANC gegen die Apartheid unterstützt, ohne zu wissen, dass die ANC eine Frontorganisation der Kommunistischen Partei Südafrikas war. Die ANC hat enge Verbindungen v.a. zum DDR-Regime von Erich Honecker gepflegt und viele ihrer Terroristen in Ost-Berlin ausbilden lassen. Der erste Geheimdienstchef nach der Apartheid Vusi Mavimbela wurde von der Stasi ausgebildet, der heutige Geheimdienstchef Bheki WJ Langa vom KGB. Nelson Mandela hat Margot Honecker in ihren letzten Jahren in Chile persönlich den Lebensunterhalt bezahlt. Von Viet-Cong-General Vo Nguyen Giap lernte die ANC, wie sie sich öffentlich als Volksbefreiungsarmee tarnt und ihre kommunistischen Hintermänner versteckt.

„Kommunisten können nichts selber aufbauen, nur anderen wegnehmen“, sagte Bystron, der mit 14 aus der Tschechoslowakei geflohen ist. „Deshalb drängt die Regierung darauf, den weißen Farmern ihr Land wegzunehmen, obwohl eine Rekordzahl von 20.000 Farmen bereits zum Verkauf steht. Diese Leute wollen nicht wirklich Bauern werden, sondern reich. Die heutige Führung der ANC hat sich mit der sogenannten Black Economic Empowerment gesund gestoßen, denn jede große Firma braucht jetzt einen schwarzen Miteigentümer, und das sind ganz zufällig oft ANC-Funktionäre, sowie ihre Freunde und Verwandte“ kritisierte Bystron.

Die idealistischen Anti-Apartheid-Kämpfer im Westen haben zurecht gegen Massaker wie in Soweto und Sharpeville in den 1970ern demonstriert, bemerkte Bystron. Aber als in Marikana 2012 die Bergleute streikten, weil sie teils Jahre auf ihren Lohn warten mussten, forderte der Mitinhaber und Gewerkschaftsboss Cyril Ramaphosa ein „hartes Durchgreifen“ der Polizei. 44 Kumpels wurden getötet, 78 verletzt. Manchen wurde in den Rücken geschossen, mit verbundenen Händen, oder auf dem Polizeirevier zu Tode gefoltert. Cyril Ramaphosa ist heute Präsident des Landes, besitzt zwischen 550 und 700 Millionen Euro und 150 Firmen, die wenigsten davon selbst gegründet. Der durchschnittliche Schwarze hat dagegen weniger Einkommen als unter der Apartheid.

Petr Bystron trifft sich in Südafrika mit hochrangigen Vertretern der wichtigsten politischen Parteien wie der ANC, der Democratic Alliance, der Freedom Front Plus und der Front National. Ausserdem mit Vertretern der Buren, mit Vertretern des Afriforum mit 17.000 Mitgliedern sowie der größte Zivilschutzgruppe der Welt, den „Suidlanders“. Auf dem Programm stehen auch Gespräche mit Think Tanks wie dem Institute for Security Studies und dem Institute for Race Relations.

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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Seit Juni 2017 führt sie auch die Redaktion von BAYERN DEPESCHE.

Webseite: https://www.bayern-depesche.de/show/author/54-angela-prokoph-schmitt.html
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