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Bayern verbessert Gesundheitschancen von Zuwanderern

Melanie Huml (CSU) will Gesundheitsprojekt „MiMi – Mit Migranten für Migranten“ stärken

Mittwoch, 26 Juli 2017 15:14 geschrieben von  Axel Frohmeier
Melanie Huml (CSU) Melanie Huml (CSU) Quelle: de.wikipedia.org | Freud | CC BY-SA 3.0

München - Seit seinem Start im Jahr 2008 fördert das bayerische Gesundheitsministerium das Projekt „MiMi – Mit Migranten für Migranten“ des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V. in München. Im Rahmen der Initiative „Gesund.Leben.Bayern.“ flossen vom Freistaat bereits mehr als eine Million Euro.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) will mit dem interkulturellen Projekt „MiMi“ die Gesundheit von Zuwanderern stärken. Huml sagte am Montag anlässlich einer Tagung des Ethno-Medizinischen Zentrums als Projektträger: „Mein Ziel ist es, die Gesundheitschancen von Menschen mit Migrationshintergrund weiter zu verbessern. Dieses Ziel haben wir auch ausdrücklich in unseren bayerischen Präventionsplan aufgenommen. Wichtig ist hier auch die Vorbeugung psychischer Störungen, die inzwischen zu den häufigsten Erkrankungen in Deutschland gehören.“

Im Rahmen der von Oktober 2016 bis Mitte April 2017 laufenden Kampagne „Bitte stör mich! Aktiv gegen Depression“ hat das bayerische Gesundheitsministerium psychische Erkrankungen aller Art in den Blick genommen. Ziel der Kampagne war es, die „Entstigmatisierung psychischer Störungen“ voranzutreiben und für mehr Aufmerksamkeit und Achtsamkeit zu werben. Huml betonte: „Das Risiko für eine Suchterkrankung steigt durch die psychosozialen Belastungen, die mit Migration und ihren Nachwirkungen verbunden sind. Sehr gerne habe ich daher das MiMi-Modellprojekt ‚Interkulturelle Suchthilfe in Bayern mit Migranten für Migranten‘ unterstützt.“

Für die Ministerin ist es „ein besonderes Anliegen, Menschen mit Migrationshintergrund auf die Angebote zur Vorsorge und Früherkennung aufmerksam“ zu machen. Im Rahmen des Projekts geben ausgebildete Mediatoren Informationen zur Gesundheit und zum Gesundheitssystem an Ausländer in deren Muttersprache weiter. Bayernweit sind schon 411 solcher Mediatoren an 12 „MiMi-Standorten“ im Einsatz.

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