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Bayerische Staatsregierung hofft auf steigende Akzeptanz für Bahnprojekte

Mehr Lärmschutz: Bundesrat hat Verbot von lautem Güterverkehr beschlossen

Montag, 15 Mai 2017 22:14 geschrieben von  Anna-Lena Eggert

München - Der neue Bundesverkehrswegeplan 2030 sieht in den kommenden 15 Jahren besonders viele überregionale Schieneninfrastrukturprojekte vor. Immer häufiger ist bei solchen Neu- und Ausbauten der Lärmschutz das dominierende Thema.

Bald können Anwohner an lauten Bahnstrecken womöglich aufatmen. Der Bundesrat hat mit Unterstützung Bayerns beschlossen, dass ab 2020 zu laute Güterwagen verboten sind. Bayerns Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) sagte: „Dieses Gesetz sorgt dafür, dass der Lärm direkt an der Quelle im Keim erstickt wird. Das ist deutlich effektiver, als die Errichtung von hohen Lärmschutzwänden entlang der Bahnstrecken. Im Gegenzug dazu erwarte ich von den Kommunen, bei den entsprechenden Bahnprojekten für mehr Akzeptanz zu werben.“

Mit dem Verbot werde der Lärm an den Strecken nahezu halbiert. Herrmann erhofft sich dadurch Unterstützung für das Bemühen, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Der Minister geht davon aus, dass dieses Gesetz auch bayerischen Infrastrukturprojekten wie der Elektrifizierung der Strecke von Hof bis Regensburg Rückenwind verleiht.

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