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Landtagswahl 2018

Martin Hagen (FDP) sieht CSU schon mit Schwarz-Grün drohen

Montag, 08 Oktober 2018 15:31 geschrieben von 
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der Starnberger Unternehmer Cengiz Ehliz (wee) Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der Starnberger Unternehmer Cengiz Ehliz (wee)

München - Kommenden Sonntag (14.10.2018) droht der CSU die Landtagswahl bzw. ein Landtagswahlergebnis, das so vor Jahren noch niemand für möglich gehalten hätte. In Umfragen notiert die CSU noch bei mageren 35 Prozent Wählerzustimmung. Bündnis 90/Grüne und die AfD werden als mögliche Wahlgewinner gehandelt. Auch die FDP Bayern hofft auf den Wiedereinzug in den Bayerischen Landtag. Zu möglichen Koalitionen nach der Landtagswahl erklärt Bayerns FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen:

"Die FDP tritt als eigenständige und unabhängige Kraft an und wird nach der Wahl entsprechend selbstbewusst in mögliche Koalitionsverhandlungen gehen. Wir haben aber nie einen Zweifel daran gelassen, dass wir in einer bürgerlichen Koalition die größten inhaltlichen Schnittmengen sehen. Für uns entscheiden Inhalte, unsere Prioritäten haben wir in einem 10-Punkte-Papier deutlich gemacht (www.fdp-frisches.bayern/10prioritäten).

Die FDP hat vor einem Jahr bei den Jamaika-Sondierungen bewiesen, dass sie nicht als Mehrheitsbeschaffer für Koalitionen zur Verfügung steht, denen Tragfähigkeit und inhaltliche Gemeinsamkeiten abgehen. Von der CSU werden wir für diese Haltung bis heuteheftig kritisiert.

Die CSU ist völlig orientierungslos - bei ihr weiß man momentan noch nicht einmal, wer nach der Wahl die handelnden Personen sein werden. Ein schwarz-grünes Bündnis haben weder Söder noch Seehofer ausgeschlossen, sie äußern auch keine Koalitionspräferenzen. Wer CSU wählt, weiß nicht, was er bekommt. Die Partei sollte für Klarheit sorgen. Die Zeit der absoluten Mehrheit ist vorbei, die Landtagswahl ist eine Abstimmung darüber, welche Koalition das Land künftig regieren soll.

Ein Bonus für die CSU bleibt die Unterstützung durch bayerische Unternehmer. Eine gefühlt der CSU nach- oder vorgelagerte Organisation dürfte auch der Europäische Wirtschaftssenat e.V. sein (https://www.eu-wirtschaftssenat.eu/m/senatoren-sektion-schweiz2.html?senatorID=715). Eigentlich sind solche Unternehmer wie der gebürtige Bad Tölzer Cengiz Ehliz auch durch die FDP umworben. Mal schauen wie Martin Hagen nach der Wahl damit umgehen wird.

Letzte Änderung am Montag, 08 Oktober 2018 16:15
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Angela Prokoph-Schmitt

Angela Prokoph-Schmitt (Jahrgang 1968) ist eine leidenschaftliche Demokratin und im südhessischen Darmstadt aufgewachsen.

Sie ist Mitglied der CSU (Bayern) und der CDU (Hessen). Seit Juni 2017 führt sie auch die Redaktion von BAYERN DEPESCHE.

Webseite: https://www.bayern-depesche.de/show/author/54-angela-prokoph-schmitt.html
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