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"Wer sich an jüdischen Mitbürgern vergeht, greift uns alle an"

Martin Hagen (FDP) sieht antisemitische Gefahr in Deutschland

Freitag, 14 September 2018 22:04 geschrieben von  Gabriela Clauter
Martin Hagen (FDP) sieht antisemitische Gefahr in Deutschland Quelle: FDP Bayern

München - Im Wahljahr 2018 geht es offenbar auch in Bayern, um eine Rückkehr antisemitischer Tendenzen in Deutschland. Ob diese neue Angst vor jüdischer Kultur mehrheitlich rechten Kreisen oder muslimischen Neubürgern entspringt, lässt sich noch nicht genau ausmachen. Einer aktuellen Studie der Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) zufolge ist Antisemitismus eine alltägliche Erfahrung von Juden in Bayern. RIAS-Koordinator Benjamin Steinitz sprach von einem „gesamtgesellschaftlichen Phänomen“.

Dazu der Spitzenkandidat der FDP Bayern Martin Hagen: „Antisemitismus darf in unserer Gesellschaft nie wieder salonfähig werden! Es ist dabei egal, aus welcher Ecke sich Antisemitismus speist. Es ist eine Tragödie, dass sich in Bayern lebende Jüdinnen und Juden heute stärker bedroht fühlen als in den vergangenen Jahren. Wir brauchen eine starke Zivilgesellschaft und eine bürgerliche Mitte in Bayern, die eine Kultur des Hinschauens pflegt. Wer sich an unseren jüdischen Mitbürgern vergeht, greift uns alle an.“

Letzte Änderung am Freitag, 14 September 2018 22:47
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