bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

Linken-Chefin Katja Kipping macht Polizei für Gewalt-Eskalation verantwortlich

Florian Herrmann (CSU) wirft Rot-Rot-Grün Verharmlosung der Anti-G20-Gewalttäter vor

Montag, 10 Juli 2017 19:33 geschrieben von  Axel Frohmeier
Dr. Florian Herrmann (CSU) Dr. Florian Herrmann (CSU) Foto: Rolf Poss | Pressefoto | Quelle: CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

München - Schon kurz vor Beginn des Hamburger G20-Gipfels übte Linken-Chefin Katja Kipping massive Kritik an der Polizei und gab ihr die Schuld an der Eskalation der Gewalt. Medien zitieren Kipping mit der Aussage: „Die Polizeiführung lässt ihre Hundertschaften mit schwerem Gerät durch die Straßen der Hansestadt marodieren und schikaniert Menschen, die es wagen, Bier zu trinken oder im Zelt zu schlafen. Die Eskalation geht eindeutig von den Behörden aus.“ Am Freitag legte die Linke nach: „Die Polizeiführung hat alles getan, um jene Bilder zu erzeugen, mit denen sie im Vorhinein ihren martialischen Einsatz und die maßlose Einschränkung des Demonstrationsrechtes gerechtfertigt hat.“

Florian Herrmann, Vorsitzender des Innenausschusses im Bayerischen Landtag, sagte mit Blick auf die Kipping-Äußerungen: „Diese typisch linke Ideologie vermischt Ursache und Wirkung: Die Polizei schützt das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. Linksautonome Gewalttäter verletzen Menschen, vor allem Polizeibeamte, und ziehen eine Spur der Verwüstung. Wer sich hiervon nicht klar distanziert oder das auch noch gut findet, macht sich selbst der geistigen Brandstiftung schuldig.“

Der CSU-Landtagsabgeordnete sagte, wer Gewalt gegen Polizisten entschuldige, dürfe niemals an einer Bundesregierung beteiligt sein. Die Aussagen der Linkspartei-Chefin zeigten, was Deutschland mit einem rot-rot-grünen Bündnis auf Bundesebene drohe. „Ich frage mich“, so der christsoziale Innenpolitiker weiter, „wo eigentlich der Aufschrei der versammelten Linken in diesem Land von den Mauerschützen-Kommunisten bis zu den Grünen und die Empörung gegen dieses Ausmaß an linksextremistischer Gewalt bleibt, der sonst erschallt, wenn rechte Täter am Werk sind.“ Es bestätige sich aufs Neue, dass die linken Parteien auf dem linken Auge blind seien. „Solange keine glaubhafte Distanzierung in Worten und Taten erkennbar ist, muss ich von geistiger Mittäterschaft ausgehen. Wer Misstrauen gegen Polizeibeamte sät, wird Steineregen und Schlimmeres ernten“, warnte Herrmann.

Auch der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, reagierte auf die Wortmeldungen Kippings empört: „Von einer gewählten Volksvertreterin derart verunglimpft zu werden, ist für meine nach der Hamburger Krawallnacht zu Tode erschöpften Kollegen schlimmer als manche Verletzung.“

Letzte Änderung am Montag, 10 Juli 2017 19:41
Artikel bewerten
(2 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

TEAM