bayern-depesche.de

Freigegeben in Politik

Neue Studie der Boston Consulting Group zum Wirtschaftsstandort NRW vorgestellt

CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer empfiehlt NRW bayerische Investitionspolitik zur Nachahmung

Dienstag, 02 Mai 2017 15:36 geschrieben von  Axel Frohmeier

München - Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat eine neue Studie der Boston Consulting Group (BCG) zum Anlass genommen, dem SPD-regierten Nordrhein-Westfalen eine Orientierung an der bayerischen Investitionspolitik zu empfehlen.

Die Analyse der Unternehmensberatung zum Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen trägt den Titel „Das ungenutzte Potenzial“ und kommt zu dem Ergebnis, dass das Bundesland von seiner Substanz lebt und in allen Feldern deutlich hinter seinen Möglichkeiten zurückbleibt. Es fehle an wirtschaftlicher Dynamik, und zu hohe Personalausgaben und überbordende Transferleistungen erschwerten sinnvolle Zukunftsinvestitionen. Die Verfasser der Studie bemängeln zudem Forschungsdefizite der dortigen Unternehmen und die damit verbundene Abwanderung junger Akademiker aus dem Bundesland.

PCG-Unternehmensberater Heinrich Rentmeister betonte: „NRW muss sich weiter modernisieren, um mit Spitzenländern wie Bayern und Baden-Württemberg mitzuhalten. Wir müssen den Kreislauf aus zu hohen Ausgaben und Schulden des Landes und gleichzeitig zu niedrigen Investitionen des Staates und auch der Unternehmen durchbrechen.“

Der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Thomas Kreuzer, sagte dazu: „Die Wirtschaft stagniert, der Staat investiert viel zu wenig, die Infrastruktur ist seit Jahren ein Sanierungsfall und Zehntausende junge Talente verlassen das Land: Was wie der Bericht aus einem fernen Krisenland klingt, ist in Nordrhein-Westfalen unter Rot-Grün zur bitteren Realität geworden.“ Kreuzer nannte es „sehr betrüblich“, dass das größte Bundesland trotz der guten Wirtschaftslage in Deutschland 1,6 Milliarden Euro neue Schulden aufnehme. Bayern baue seine Schulden hingegen weiter ab.

Die Studie der Boston Consulting Group bestätige den wirtschaftlichen Kurs und die Haushaltspolitik der CSU. „Nordrhein-Westfalen muss ein freundlicheres Investitionsklima schaffen und die längst überfällige Kurskorrektur vornehmen“, so Kreuzer. „Wir hoffen auch im Interesse Bayerns, dass Armin Laschet und die CDU der desaströsen Arbeit der rot-grünen Landesregierung in Nordrhein-Westfalen endlich ein Ende setzen.“ Schließlich profitiere auch der Freistaat davon, wenn NRW wieder ein starker Partner im Länderfinanzausgleich werde.

Letzte Änderung am Mittwoch, 03 Mai 2017 15:50
Artikel bewerten
(7 Stimmen)
Bitte anmelden, um einen Kommentar zu posten

TEAM