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Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat neue Studie vorgelegt

Bayerns FDP-Generalsekretär Daniel Föst will Steuerentlastung der Mittelschicht

Mittwoch, 19 April 2017 18:38 geschrieben von  Axel Frohmeier
Daniel Föst ist Generalsekretär der FDP in Bayern Daniel Föst ist Generalsekretär der FDP in Bayern Quelle: Daniel Föst

Köln/München - Das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln hat in einer neuen Studie nachgewiesen, dass immer mehr Deutsche den Spitzensteuersatz in Höhe von 42 Prozent zahlen müssen. Dieser greift schon ab einem zu versteuernden Einkommen von 54.058 Euro und betrifft mittlerweile 4,2 Millionen Personen – das ist etwa jeder elfte der 46 Millionen deutschen Einkommenssteuerzahler.

Laut der Studie kommt fast die Hälfte des Einkommenssteueraufkommens von den einkommensstärksten 10 Prozent der Haushalte, während 2,7 Millionen Erwerbstätige keine Einkommenssteuer zahlen, da sie zu wenig verdienen.

Der Generalsekretär der bayerischen FDP, Daniel Föst, kommentierte die Studie mit den Worten: „Die von der SPD befeuerten Neiddebatten gehen an der Realität vorbei. Die oberen 10 Prozent der Haushalte erwirtschaften fast die Hälfte des gesamten Einkommensteueraufkommens. Angesichts dieser Zahlen ist der Ruf nach noch mehr Umverteilung eine Kampfansage an die Leistungsträger unserer Gesellschaft.“ 
Die wahre Gerechtigkeitslücke bestehe nicht bei den Spitzenverdienern, sondern bei der hart arbeitenden Mittelschicht, deren Steuerlast durch die kalte Progression immer weiter erhöht werde. Die Bürger müssten wieder einen fairen Anteil am wachsenden Wohlstand bekommen, sagte der Spitzenkandidat der bayerischen Liberalen zur Bundestagswahl. Seine Partei fordere „die Abschaffung des Solidaritätszuschlags, die dauerhafte Beseitigung der kalten Progression und die Erhöhung von Freibeträgen“, betonte Daniel Föst. „Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet werden.“

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