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Kommunen befürchten zu großen Kontroll- und Verwaltungsaufwand

Bayerischer Gemeindetag lehnt eine Katzensteuer derzeit ab

Mittwoch, 25 Januar 2017 22:59 geschrieben von  Axel Frohmeier

München - Aufatmen für Katzenliebhaber: Bayerns Gemeinden und Städte planen derzeit keine Einführung einer Katzensteuer. Die von der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ kürzlich ausgelöste Debatte um eine Besteuerung von Katzen fällt bei den Kommunalpolitikern nicht auf fruchtbaren Boden.

Der in München ansässige Bayerische Gemeindetag verweist auf einen zu hohen Kontrollaufwand, der durch eine solche Sondersteuer in den Rathäusern entstehen würde. Grundsätzlich sei die Einführung einer Katzensteuer nach dem bayerischen Kommunalabgabenrecht denkbar. Allerdings stünde der damit verbundene bürokratische Aufwand in keinem Verhältnis zu den zu erzielenden Steuereinnahmen, heißt es seitens des kommunalen Spitzenverbandes, der 2.028 bayerische Städte, Märkte und Gemeinden vertritt.

Abgesehen von der Debatte um die Steuerhöhe müsste wohl ein in der Praxis kaum vollziehbares Verfahren zur Kontrolle der Haltereigenschaft eingeführt werden. Außerdem müssten wie bei Hunden Tierheime von der Steuerpflicht ausgenommen werden. Deshalb lehnt der Bayerische Gemeindetag Forderungen nach Einführung einer Katzensteuer ab.

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