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Steigende Gefahren für Fahrgäste und Begleitpersonal

2016 mussten Bayerns Polizisten mehr als 2.500 Mal in öffentlichen Verkehrsmitteln einschreiten

Dienstag, 11 April 2017 18:50 geschrieben von  Axel Frohmeier

München - Es war der 12. September 2009, als Dominik Brunner am helllichten Tag von zwei Jugendlichen auf dem S-Bahnhof München-Solln zu Tode geprügelt wurde. Der Bundespräsident verlieh ihm posthum das Bundesverdienstkreuz, weil er kurz vor seinem Tod vier Schüler vor zwei Schlägern zu schützen versuchte.

Nach Brunners tragischem Tod hatte das bayerische Innenministerium mit den Spitzenverbänden der Verkehrsunternehmen vereinbart, dass uniformierte Beamte der Landes- und der Bundespolizei alle öffentlichen Verkehrsmittel in Bayern kostenlos benutzen dürfen. Im Gegenzug sorgen die Polizisten für mehr Sicherheit und greifen bei Rechtsverstößen sofort ein – und das auch außerhalb ihrer Dienstzeiten. Bis dahin bestand eine derartige Regelung nur mit wenigen Verkehrsunternehmen.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) gab jetzt bekannt, dass uniformierte Polizeibeamte 2016 im Rahmen der „Freifahrtregelung“ in den Fern- und Nahverkehrszügen der Deutschen Bahn und im Bereich des Münchner Verkehrsverbundes in 2.558 Fällen eingeschritten sind.

Dabei ging es darum, das Zugpersonal im Umgang mit Schwarzfahrern, Betrunkenen und Randalierern zu unterstützen. Wie Herrmann erläuterte, haben die Polizisten im vergangenen Jahr bei 1.076 Fahrgästen die Personalien festgestellt, 186 Platzverweise ausgesprochen, 116 Personen festgenommen und in 70 Fällen Erste Hilfe geleistet. Die sichtbare Polizeipräsenz erhöhe das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste und des Begleitpersonals ganz erheblich.

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Redaktion