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Empfang für bayerische Einsatzkräfte beim G20-Gipfel

2.000 Angehörige der bayerischen Polizei und Berufsfeuerwehr beim G20-Gipfel im Einsatz

Montag, 24 Juli 2017 22:48 geschrieben von  Axel Frohmeier
2.000 Angehörige der bayerischen Polizei und Berufsfeuerwehr beim G20-Gipfel im Einsatz Bildquelle: PIXABAY.COM

München - Bei dem von linksextremen Gewaltexzessen geprägten G20-Gipfel in Hamburg waren rund 2.000 Einsatzkräfte der bayerischen Polizei und der Berufsfeuerwehr München im Einsatz. Bei einem Empfang der bayerischen Staatsregierung und des Landtages im Neuen Schloss Schleißheim bedankte sich Innenminister Joachim Herrmann für das herausragende Engagement: „Unsere Einsatzkräfte haben bei diesem Einsatz im wahrsten Sinne des Wortes für die Demokratie ihren Kopf hingehalten. Für diese vorbildliche und teils bis an die Grenzen der Erschöpfung gehende Leistung danke ich ganz herzlich.“

Viele Polizisten hätten eine derartige Gewalt in ihrem ganzen Berufsleben noch nie erlebt, betonte der CSU-Politiker. Besonders erschreckend sei, dass die Chaoten die Polizei auch mit Brandsätzen, Pyrotechnik sowie Zwillengeschossen angegriffen und teilweise in Lebensgefahr gebracht hätten. Nach derzeitigem Stand wurden 75 bayerische Beamte unmittelbar durch Fremdeinwirkung im Einsatzgeschehen verletzt.

Den in Hamburg eingesetzten Beamten gewährt der Freistaat Bayern drei Tage Dienstbefreiung. Zudem werden für die unmittelbare Einsatzphase ab dem 6. Juli alle Stunden komplett bis zum Einsatzende auf der Heimatdienststelle angerechnet. Zusätzlich können laut Joachim Herrmann auf Antrag bis zum 1. Oktober 2017 alle beim G20-Einsatz angefallenen Mehrarbeitsstunden vergütet werden. Alle verletzten Polizisten könnten selbstverständlich auch die einschlägigen Fürsorgeleistungen wie Rechtsschutz oder Unterstützung bei der Durchsetzung von Schmerzensgeldansprüchen in Anspruch nehmen.

Mit scharfen Worten verurteilte Herrmann das Treiben der linksautonomen Gewalttäter: „Mit welcher Skrupellosigkeit und blinder Wut gegen unsere Einsatzkräfte vorgegangen wurde, macht mich fassungslos.“ Man könne von Glück sprechen, dass kein Beamter im Einsatz ums Leben kam. „Die Antwort des Rechtsstaates auf ein derartiges Verhalten muss klar und unmissverständlich sein. Solche Gewalttäter müssen vor ein Gericht gestellt und hart bestraft werden.“

Bayerns Innenminister kritisierte, dass gegen die linksextremistische Szene in Teilen Deutschlands nicht konsequent genug vorgegangen werde. In Bayern würden Hausbesetzer und rechtsfreie Räume jedoch nicht geduldet.

Letzte Änderung am Montag, 24 Juli 2017 23:00
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