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Antisemitischer Facebook-Kommentar?

ANNE WILL unkritisch: Dabei steht Kampfsportrainer und „IS-Gegner“ Sascha Mané im Zwielicht

Mittwoch, 06 Juni 2018 04:31 geschrieben von 
ANNE WILL unkritisch: Dabei steht Kampfsportrainer und „IS-Gegner“ Sascha Mané im Zwielicht Quelle: Facebook

Hamburg - „Ein Thai-Boxer gegen den IS“ titelte der Spiegel noch 2016 über ihn: Sascha Mané ist Hamburger Kampfsport-Trainer und hat seine Tochter an den IS verloren. Seitdem wendete er sich öffentlich gegen selbigen und trat unter anderem bei Anne Will als Gast auf, um zu erklären, wieso junge Menschen sich dem IS anschließen.

Seine These damals: Die Gesellschaft vermittele keine Werte mehr, sodass junge Menschen diese sich in einem „pervertierten Islam“ suchten. 2017 veröffentlichte er das Buch „Die Evolution des Krieges“, das die Entwicklung des Krieges im Laufe der Zeit beschreiben soll. Einschlägige akademische Qualifikationen für eine derartige Analyse hat Mané allerdings nicht vorzuweisen, entsprechend fragwürdig erscheint das Projekt. In einem Interview mit dem „tredition“-Selfpublishing-Verlag, in dem das Buch erschien, kündigte er ein weiteres Werk über „die konstruierte Feindschaft der Weltreligionen“ an.

„Gegen Juden hilft nur Zyklon B“

Diese Töne einer Friedenstaube werden nun aber durch einen Facebook-Kommentar arg ins Zwielicht gerückt: Ausgerechnet auf der islamistischen Facebook-Seite „Im Auftrag des Islam“ soll er mit seinem Facebook-Account folgenden Kommentar geschrieben haben: "Gegen Juden hilft nur Zyklon B, das hat Adolf schon gewusst“. Entsprechende Screenshots liegen der HESSEN DEPESCHE vor, Berichte über den Kommentar kursieren auch auf Twitter, allerdings ist er auf Facebook nicht mehr abrufbar. Ob Facebook ihn gelöscht hat oder aber Mané selber (sofern er tatsächlich von ihm stammt), bleibt unklar. Den Tatbestand der Volksverhetzung dürfte der Kommentar in jedem Fall erfüllen.

Kein Einzelfall

Auf Manés Seite finden sich zahlreiche Hinweise darauf, dass er heute ebenso wie seine Tochter, die zum Islam konvertiert war, mit der umstrittenen Religion sympathisiert. Erst Anfang des Jahres sorgte eine Dokumentation über einen in Fulda lebenden Asylbewerber und seine deutsche Freundin im öffentlich-rechtlichen „Kinderkanal“ für Schlagzeilen, als sich im Nachhinein der Asylbewerber in sozialen Netzwerken wegen Aktivitäten, die auf Sympathien zum Salafismus hindeuteten, rechtfertigen musste. Ob der Fall Mané nun ebenfalls medial in neuem Licht gesehen wird, muss sich zeigen.

Für eine Stellungnahme war Mané bis zum Redaktionsschluss nicht zu erreichen.

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Robin Classen

Robin Classen (Jahrgang 1991) hat Rechtswissenschaften an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz studiert und ist seit 2008 als freier Journalist tätig.

Er ist politisch in der AfD aktiv und widmet auch seine Freizeit als Mitglied eines Vereins für internationale Brieffreundschaften dem Schreiben.

Seine Artikel behandeln bevorzugt politische Themen. Er versteht sich jedoch als journalistischer Allrounder mit einem breiten Themenspektrum.

Seit Mai 2017 gehört er der Redaktion von BAYERN DEPESCHE an.

Webseite: https://www.bayern-depesche.de/show/author/57-robin-classen.html
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